1978 Adam Krzysztof Halicki wurde in Danzig / Polen zur Welt gebracht, in der Stadt wo seine Eltern Marek und Renata studierten. Beide Eltern arbeiten und unterrichten als Musiker.
1980 Kam sein Bruder Jakub in Allenstein / Polen zur Welt. Der Vater wurde ueber eine Warschauer Kuenstleragentur nach Griechenland vermittelt und arbeitete dort in einem italienischen Zirkus. Dann begann der Notstand in Polen und der Vater sollte in die polnische Armee eingezogen werden. Die Eltern schrieben sich Briefe, die von den Kommunisten geoeffnet und abgestempelt wurden. Die Mutter beantragte Urlaub, um Polen mit ihren Soehnen verlassen zu koennen. Sie flog, nachdem alles klappte mit ihren Soehnen nach Griechenland. Spaeter erzaehlten die Eltern Adam und Jakub von langen Warteschlangen vor den Laeden, dass es keine frischen Lebensmittel gab und die Eltern sich um ihre haeufig kranken Kinder sorgen mussten.
1982-1984 Mit dem Zirkus reiste die Familie quer durch Griechenland. Bis heute erinnerte sich Adam Halicki daran, wie er mit Mutter und Bruder unter den Zuschauern sass, und die Mutter mit der Hand zum Orchester zeigte und sagte, dort spielt euer Vater, und die Vorstellung lief. Adam behielt fuer sich die Erinnerung von zahlreichen Wohnwagen und einem Nilpferd in einem Wagenkaefig. Dann war die Familie mit dem Zirkus im ehemaligen Jugoslawien. Als der Krieg begann, waren die Eltern sehr traurig, da sie viele der im Fernsehen gezeigten Staedte wieder erkannten.
1984 Vorhaben Einwanderung in die USA, Los Angeles. Einreise in Deutschland, Ankunftsort ist der Hauptbahnhof von Hannover. Die Eltern hofften dass die Kinder in Deutschland eine bessere Zukunft haben werden. Die Familie sprach zu Hause deutsch, damit sie schnell integriert werden konnte. Im Kindergarten fiel sein kreatives Talent auf.
1985 Einschulung in Hildesheim, aber dann Umzug nach Bad Wildungen wo der Vater Arbeit in der Kurkapelle fand.
1989 Nach dem Besuch der Grundschule Helenental in Bad Wildungen besuchte Adam die Haupt- und Realschule Ense in Bad Wildungen. Im Kunstunterricht versammelten sich alle Klassenkameraden um Adam, um ihn beim malen zu beobachten.
1994 Adam erhielt die deutsche Staatsangehoerigkeit. Er verliess die Haupt- und Realschule Ense mit dem Hauptschulabschluss. Im Anschluss daran besuchte er die Berufsfachschule fuer Wirtschaft und Verwaltung in Bad Wildungen um sie
1996 mit der Mittleren Reife ab zu schliessen. In diesem Zeitraum liessen sich die Eltern scheiden, die Kinder blieben bei der Mutter. Der Vater zog nach Hannover um dort zu musizieren und zu unterrichten. Am Abend besuchte Adam Zeichen-Kurse. Er traeumte vom Besuch einer Kunstschule.
Arbeitet in der Firma Wachenfeld Natursteinwerk GmbH in Volkmarsen. Zu seinen Aufgaben gehoerte das bedienen von Maschinen, die Steine für Friedhoefe, Treppenstufen und Haeuser verarbeitete.
1997 Praktikum in der Buchhandlung Bing in Bad Wildungen. Er mochte das arbeiten im Team und den Kontakt mit Buechern ueber Kunstgeschichte.
Jul 1997 Coming-out gegenueber Mutter. Adam zieht von zu Hause aus, bezieht ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft in Kassel, und raeumt Regale in einem Lebensmittelmarkt ein. In der Wohngemeinschaft fuehlt er sich sofort wohl. Ueber einige Mitbewohner wird er in das Kasseler Studentenleben eingefuehrt und lernt so das Schwulenreferat auf dem Campus kennen, was dann sein Mittelpunkt für die naechsten Jahre in Kassel wurde. Die Mutter wohnt aufgrund ihrer Arbeit auf dem Land, und da die Busanbindung unguenstig war, ist Adam in die Stadt gezogen um die Schule schnell erreichen zu koennen. Er besuchte haeufig die documenta, eine international bekannte Kunst-ausstellung.
Sep 1997 Besuch der Fachoberschule fuer Gestaltung an der Walter-Hecker-Schule in Kassel. Er fotografierte sehr viel und absolvierte als Teil der Ausbildung drei Praktika in Betrieben. Das erste war in einer Kasseler Druckerei, wo er Druckauftraege verarbeitete. Im zweiten Praktikum machte er Zeichen- und Logoherstellung und half, Neonreklame zu machen. Das letzte Praktikum war in der Dekoabteilung eines Kaufhauses, Adam half bei Werbung, Waren-praesentation und Fenstergestaltung.
1998 Gruendung und Betreuung einer Jugendgruppe für Lesben und Schwule im Willi-Seidel-Haus Kassel.
1999 Aufsicht in einer Kasseler Produzentengalerie. Zu seinen Aufgaben gehoert der regelmaessige Kontakt mit dem Hausmeister, ueberpruefen der technischen Ausruestung, Fuehrungen, Zustand der Kunstwerke kontrollieren, am letzten Tag einer Ausstellung kuemmerte sich Adam um die eingeladenen Gaeste. Er beendete die Fachoberschule mit der Fachhochschulreife.
Aug 99 - Jun 00 Praktikum in Ev. Kindergarten „Sonnenblume“, Kassel, wo er beim Fruehstueck machen mithalf, ebenso beim Mittagessen und Nachmittagstee und Bastel-arbeiten mit den Kindern machte.
Okt 2000 Beginn Studium Freie Kunst an der Bauhaus-Universitaet Weimar. Das Studium
ist interdisziplinaer angelegt und von Projekten dominiert. Die ersten Arbeiten im Studium sind Installationen und Fotos.
Jun 2001 Ausstellungsteilnahme in „Kirms-Krackow-Haus”, Weimar. Als Beitrag vom Projekt „Lebensart“, unterstuetzt von der Bauhaus-Universitaet in Weimar. In diesem Jahr Beginn von Acrylmalerei.
2002 Ausstellungsteilnahme am Projekt „Installative Bildgeschichten / Heimat” an der Bauhaus-Universitaet Weimar. Die Projektarbeiten sind mit Garn realisiert. Ausstellung „Im Zimmer geprobt“ im Swib-Zentrum, AIDS-Hilfe Erfurt. Ehrenamtliche Arbeit im Swib-Zentrum, ein Kommunikationspunkt in der AIDS-Hilfe Erfurt. Betreuung des Leseraums. Ehrenamtliche Arbeit in der Thueringer SPD, Arbeitsgruppe „Schwule Sozialdemokraten“. In Erfurt findet ein Kongress dieser Arbeitsgruppe statt. Adam eroeffnet den Kongress mit Grusswort, er betreut Gaeste und arbeitet an Antraegen mit, Tagespraesidium.
Feb 2002 Ausstellungsteilnahme in „Theaterhaus Jena”, Jena im Rahmen des Kurses
„Kunst + Theater + Raum“, unterstuetzt von der Bauhaus-Universitaet in Weimar.
2002 Adam lernt seinen Lebenspartner Knut in Erfurt kennen. Sie ziehen zusammen in eine Wohnung in Erfurt und zum Jahresende nach Ostramondra.
Feb 2003 Studienreise in Bali, Indonesien.
Apr - Mai 2003 Ausstellungsteilnahme in „Kunstraum B/2“, Leipzig, unterstuetzt von der Stiftung „Cusanuswerk“.
Jul 2003 Ausstellungsteilnahme „Eigensinn – Fake – Appropration“ als Teil des Projekts „Komplizierte Ausloeser VII“ in Weimar, Bauhaus-Universitaet.
2004 Besuch der MoMa-Ausstellung in Berlin. Bei Arbeit von Jasper Johns erhaelt Adam die Anregung, seine Malerei mit Garnen zu kombinieren. Die Eltern beziehen wieder eine gemeinsame Wohnung bei Hannover.
Dez 2004 - Jan 2005 Studienreise in USA.
Jul 2005 Das Studium wird erfolgreich mit dem Diplom abgeschlossen, seit dem arbeitete er als Diplom-Kuenstler. Als Diplomarbeit mit dem Titel „Am duennen Faden“ entstand eine Raum-Installation, die lebensgrosse Figuren aus Naegeln und Faeden zeigt. Sie wird in einer Weimarer Rechtsanwaltskanzlei realisiert und behandelt Rechte von Minderheiten im globalen Kontext. Er und Knut heirateten.
Nov 2005 Der TV-Sender PRO 7 zeigt in der Sendung „We are Family“ Malerei und Arbeitsraum.
Dez 2005 - Jan 2006 Studienreise nach Kanada.
Mai 2006 Ausstellung „Einblicke“ in Schlossvippach. Adam malte waehrend der Ausstellung vor Ort und machte mit eingeladenen Schulklassen Fuehrungen. Der Eintritt der Ausstellung war frei weil Adam junge Menschen in Kontakt mit Kunst bringen wollte.
Mai – Juni 2006 Studienreise nach Kanada.
Aug 2006 Beginn Dauerausstellung „Farbseelen“ in Restaurant Jakobsklause, Weimar Der Fernsehsender SALVE TV strahlt ein Interview mit Adam und Eindruecke der „Farbseelen“ aus.
Nov 2006 Ausstellung „Balis Goetter und andere Reisebegleiter“ in Nordthueringer Volksbank eG, Soemmerda Umzug mit Ehemann nach Edmonton, Kanada.
Feb 2007 Beitritt Kuenstlerorganisation VAAA, Visual Arts Alberta Association.
Maerz 2007 Ausstellungsbeteiligung an Projekt in ART Gallery of ALBERTA, Edmonton.